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Ein erfolgter Einbruch wird zumeist als eine intensive Störung der persönlichen Intimsphäre mit manchmal traumatischen Folgen erlebt. Bild - Eine dunkle Gestalt schaut durch ein Fenster in ein Zimmer mit einem Mädchen

Der Hintergrund:

Durch langjährige Tätigkeit als Polizist und Kontaktbeamter habe ich nur zu oft erlebt, welche dramatischen Spuren ein Einbruch - vor allem auf der Seele der Betroffenen - hinterlässt.

Ein Einbruch in die Wohnung oder das Haus richtet nicht nur materielle Schäden an. In 70% der Fälle wird das Eindringen in die Intimsphäre weit intensiver erlebt, als der Ärger über den entstandenen Schaden.

O-Ton einer Betroffenen: "Ich habe noch in der selben Nacht meine schöne Unterwäsche zweimal gewaschen. So ekelhaft fand ich das Gefühl, dass ein Fremder meine Wäsche in den Händen gehalten hat."

In extremen Fällen kann dieses negative Erlebnis das persönliche Verhalten wesentlich beeinflussen. Angst, Unruhe, Wut, Aggression, Trauer, Schlafstörungen und damit verbundene Einflüsse auf den persönlichen und beruflichen Alltag können die Folge sein.

Dazu ist in der November-Ausgabe 2006 der Zeitung AUGUSTIN ein Artikel zum Thema erschienen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

pdf-Download hier

Hilft es dem Opfer wenn der Täter gefasst wird?

Leider hilft es nur zu oft nicht. Die Erinnerungsstücke sind meistens unwiederbringlich verloren und jeder weiß, dass es viele Einbrecher gibt und es auf einen mehr oder weniger nicht unbedingt ankommt. Aber manchmal ist da das unbestimmte Gefühl, dass der Täter an den Tatort zurückkehren könnte. Einfach weil er schon einmal da war und weiß, wie es geht.

Lesen Sie dazu die Aussagen einiger Opfer bei einem Seminar hier klicken

Wenn das Opfer z.B. Schmuck nachkauft. Hilft das?

Das Problem liegt leider darin, dass es nicht allein um den Erinnerungswert an sich geht, sondern dieses bestimmte Stück gewissermaßen mit der Identität des Schenkenden oder mit einer bestimmten schönen Situation verknüpft ist. Es ist eben nicht mehr das Selbe.

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Sind Opfer die derart reagieren besonders ängstliche Menschen?

Keineswegs. Etwa 70% aller Opfer haben über längere Zeit ein ungutes Gefühl, wenn sie ihre Wohnräume betreten. Manche läuten seit dem Einbruch an, bevor sie die Wohnungstüre öffnen. In extremen Fällen kann dem Opfer die Wohnung fremd und unheimlich werden.

Hilft da nicht eine gute Alarmanlage?

Alarmanlagen sind eine gute Vorbeugung, nur gegen das Gefühl, dass jemand die persönliche Intimsphäre beschmutzt hat, helfen sie in den wenigsten Fällen.

Was ist überhaupt eine gute Alarmanlage?

Der Nutzen einer Alarmanlage hängt von mehreren Faktoren ab. Da sind zunächst einmal der Benutzer und seine persönlichen Lebensgewohnheiten. Der muss sie ein- und ausschalten. Und das hängt mit der Bedienbarkeit der Anlage zusammen. Manchmal ist weniger sogar mehr. Aber nur wenn das Weniger sinnvoll montiert wird.

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Aber die Angst, dass ein Täter den Alarm überwinden kann, bleibt?

Auch wenn das nur hoch spezialisierte Täter können, bleiben Gefühle, wie Unsicherheit und Beklemmung oft bestehen. Und genau an diese Menschen richtet sich der Workshop von 3Gespräch. In der Gruppe seine eigene Angst aussprechen zu können und eigene Strategien zu entwickeln, kann ungemein helfen.

3Gespräch hilft also die negativen Gefühle zu überwinden?

Helfen, im Sinne von unterstützen, ja. Aber es kann immer nur eine Hilfe zur Selbsthilfe sein. Durch den Ansturm der Gefühle wissen die meisten Opfer nicht, wo sie anfangen sollen. Es geht also in erster Linie darum, wo der Hebel anzusetzen ist, um sich wieder heimisch und sicher zu fühlen.

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Das Angebot von 3Gespräch:

In der Gruppe von Geschädigten sollen in 6 Modulen die Ängste bzw. seelischen Verletzungen, aber auch die Wut oder Aggression, und deren Folgen aufgearbeitet werden. In einer mehrwöchigen Gruppenarbeit werden die Teilnehmer unter fachkundiger Hilfe geführt, wie sie ihre seelischen Verletzungen bekämpfen können.

Ziel ist Wiederherstellen eines Zustandes der Sicherheit und des Wohlbefindens in den eigenen 4 Wänden und der eigenen Psyche. Dies wird sowohl über Übungen erreicht, als auch über eine wirklich gute Prävention an Sicherheitsvorkehrungen für die Zukunft.

Aufgrund meiner Ausbildung als Luftfahrzeugmechaniker und meiner bisherigen Tätigkeit als Kontaktbeamter der Wiener Polizei bekommen die Teilnehmer auch genügend Hintergrundinformation über geeignete Sicherheitseinrichtungen.

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Sie können auch selbständig eine Gruppe organisieren und mit mir einen Termin vereinbaren.


Furcht besiegt mehr Menschen als irgend etwas Anderes auf der Welt.

Ralph Waldo Emerson